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«Der Kon­tra­bass» von Patrick Süs­kind - Bern­deut­sche Dia­lekt­fas­sung mit Ruedi Meyer

4. Oktober, 20:00

Zum aller­ers­ten Mal wird das inter­na­tio­nal bekannte Thea­ter­stück
«Der Kon­tra­bass» in einer bern­deut­schen Dia­lekt­fas­sung gespielt.

Der Kon­tra­bass – er liebt ihn und er hasst ihn

Wäh­rend Jah­ren fei­er­ten Schau­spiel­grös­sen, wie Hubert Kron­lach­ner und Niko­laus Paryla, auf inter­na­tio­na­len Büh­nen enorme Erfolge mit Patrick Süs­kinds Thea­ter­stück «Der Kon­tra­bass», die­sem Mono­log eines Kon­tra­bas­sis­ten über Musik, Welt, Liebe und sein eige­nes Leben.

Das wird in naher Zukunft anders wer­den. Bald wird in der Schweiz im Zusam­men­hang mit die­sem Ein-Mann-Stück ein wei­te­rer Name fal­len: Ruedi Meyer. Dem Dar­stel­ler ist gelun­gen, was viele ver­geb­lich ver­such­ten. Er erhielt vom Ver­lag die Rechte zur ers­ten Dia­lekt­fas­sung. In minu­tiö­ser Klein­ar­beit machte er sich zusam­men mit sei­ner Frau Chris­tine an die Arbeit. Aus die­sem Grunde darf sich das Publi­kum auf ein Thea­ter­er­leb­nis freuen, bei dem Dar­stel­ler und Spra­che eins sind, eine beson­dere Ein­heit bil­den und dadurch intime Nähe schaf­fen, Nähe, die das Publi­kum in einer eigen­tüm­li­chen Art berüh­ren wird und der sich nie­mand zu ent­zie­hen ver­mag.

Zum Stück

Der Kon­tra­bass bestimmt sein Leben. Ob zu Hause oder auf Rei­sen, immer drängt sich der Kon­tra­bass in den Vor­der­grund. Und trotz­dem liebt er ihn.

Er liebt ihn und er hasst ihn. Nur mit sei­nem weib­lich-gros­sen, unhand­lich-häss­li­chen Instru­ment in sei­nem Akus­tik­zim­mer ver­eint und von die­sem in sei­nem Fort­kom­men behin­dert, zeich­net der Bas­sist vor den Augen des Publi­kums das Bild sei­nes Lebens. Lässt teil­ha­ben an einer «bril­lant-ver­rä­te­ri­schen Selbst­dar­stel­lung eines Orches­ter­mu­si­kers.» Eines Orches­ter­mu­si­kers, der Diri­gen­ten über­flüs­sig fin­det, Wag­ner hasst und mit­tels Bier gegen sei­nen Feuch­tig­keits­ver­lust ankämpft.  Der Kon­tra­bas­sist, drit­tes Pult, spricht von sei­nen Träu­men, sei­nem Leben und sei­ner sich ver­zeh­ren­den Liebe zur wun­der­schö­nen, stimm­ge­wal­ti­gen, jun­gen Sopra­nis­tin Sarah. Die­sem Engel, der sowohl musi­ka­lisch als auch sexu­ell seine Gedan­ken­welt besetzt und nichts weiss vom gänz­lich sehn­suchts­ka­put­ten Her­zen des Bass­gei­gers, der sich in sein Schall­iso­lier­tes Zim­mer zurück­zieht und einem «Publi­kum» den Kon­tra­bass erklärt – und seine Liebe zu Sarah.  Einer Liebe, die ihm sicher nicht ver­wehrt wäre, stünde da nicht lebens­lang der Kon­tra­bass im Wege…

Kon­tra­bass lässt nie­man­den los

Auch nach den mühe­vol­len Über­set­zungs­ar­bei­ten, den unzäh­li­gen Pro­ben mit Regis­seur Ruedi Widtmann, ist das Feuer der Begeis­te­rung über die­ses Ein-Mann-Stück bei den Betei­lig­ten nicht erlo­schen, im Gegen­teil, es lodert unauf­hör­lich wei­ter. Und genauso wird es dem Publi­kum erge­hen: Die­ser Kon­tra­bass, diese inti­men Geständ­nisse des Bass­gei­gers über sein Leben las­sen nicht los, hal­ten an, beglei­ten noch Tage und Wochen.

… diese Bern­deut­sche Umset­zung von Süs­kinds Büh­nen­klas­si­ker über­zeugt selbst hart­nä­ckigste Zweif­ler, Sprach­wis­sen­schaft­ler, Süs­kind – Ken­ner und über­haupt alle, die das hoch­deut­sche Ori­gi­nal schon ein­mal gese­hen haben …
Das ist die Geschichte eines altern­den Kon­tra­bas­sis­ten, der mehr und mehr erkennt, dass sein gan­zes Leben „unge­nutzt“ an ihm vor­bei­ge­gan­gen ist. Und so wird denn das unschul­dige Instru­ment zum Sün­den­bock uner­füll­ter Liebe und der eige­nen Unfä­hig­keit, das Leben selbst in die Hand zu neh­men.
Wer gibt schon gerne zu, ein Ver­sa­ger zu sein?
Die Lage ist hoff­nungs­los – aber für Sie, ver­ehr­tes Publi­kum – nicht ernst!

Text: Doris Nydeg­ger und Mar­cel Thei­ler
Regie: Ruedi Widtmann

Details

Datum:
4. Oktober
Zeit:
20:00
Veranstaltungskategorien:
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