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Wild­gar­ten - Orel­lis Odys­see

18. Mai bis 9. Juni

Frei­licht­auf­füh­rung zum 150. Jubi­läum des Tier­park Lan­gen­berg über sei­nen Grün­der, den eigen­wil­li­gen Stadt­forst­meis­ter Carl Anton Lud­wig von Orelli (1808 bis 1890), in der alten Bären­an­lage des Tier­parks Lan­gen­berg in Lang­nau am Albis.

Das Stück zeigt das Leben des visio­nä­ren Aris­to­kra­ten in ver­schie­de­nen Lebens­ab­schnit­ten, wobei sich his­to­ri­sche Fak­ten und Annah­men des Autors die Hand geben: Den jun­gen Lieb­ha­ber als Offi­zier in fran­zö­si­schen Diens­ten und Forst­stu­den­ten im Schwarz­wald, seine effi­zi­ente Schaf­fens­pe­ri­ode als illus­trer Zür­cher Stadt­forst­meis­ter mit der dra­ma­ti­schen Schei­dung von sei­ner deut­schen Frau Adele Grab und schliess­lich seine Kehrt­wende nach innen, zum tier­lieb­ha­ben­den Vege­ta­rier und Grün­der des „Wild­gar­tens“, den er gegen spe­ku­la­tive Inter­es­sen mit gros­sem, per­sön­li­chen Enga­ge­ment ins Leben ruft.

Von Orel­lis Schick­sals­weg ist unmit­tel­bar mit der Grün­dung des «Wild­gar­tens» ver­bun­den. Wer­den ihm die Ehe­frau und der „Frei­schütz“ Fry­mann zu Wider­sa­chern, fin­det er im Busen­freund Escher ein treue Stütze, in des­sen Frau Aline ein lie­bende Freun­din und in ihrer Toch­ter Nanny die Hoff­nung auf einen Neu­an­fang. Stets kann er auf die Hilfe sei­nes kau­zi­gen Adjunk­ten Lava­ter zäh­len, nur weiss die­ser sich am Schluss sel­ber nicht mehr zu hel­fen. Elsi Rai­ner, die Frau eines töd­lich ver­un­fall­ten Wald­ar­bei­ters, erfährt gerade durch ihre Tra­gik die Gunst des Wohl­tä­ters Orelli. Und der junge Kreis­forst­meis­ter Ulrich Meis­ter, Orel­lis spä­te­rer Nach­fol­ger, trägt mit sei­ner libe­ra­len Gesin­nung wesent­lich zur heu­ti­gen, offe­nen Form des Tier­parks bei. Bleibt noch die Haus­häl­te­rin Kätherli, die darum eine Kon­stante in Orel­lis Leben bleibt, weil sie dem Son­der­ling zuwei­len gehö­rig die Mei­nung sagt. So wan­deln sich die Figu­ren um den sich sel­ber wan­deln­den Prot­ago­nis­ten stets und füh­ren ihn, gelei­tet durch ein elfen­haf­tes Gesangs­en­sem­ble und der Vision eines Hir­sches, sei­ner Bestim­mung zu, ein Kind der Natur zu sein, für sich und die Nach­welt. Von Orelli’s Leben gleicht einer Odys­see: Er sucht das eine, kommt zum andern und fin­det schliess­lich zurück zur Natur.

Karin Hin­den­lang, Geschäfts­füh­re­rin Stif­tung Wild­nis­park Zürich
«Eine blei­bende Stätte des Genus­ses» und einen «Wall­fahrts­ort für Erhohlungs­be­dürf­tige und Lern­be­gie­rige von Nah und Fern» wollte C.A.L. von Orelli auf dem Lan­gen­berg schaf­fen. So ent­stand 1869 ein Wald­ge­hege mit Rot­hi­schen, Dam­hir­schen, Rehen und Gäm­sen. In den ver­gan­ge­nen 150 Jah­ren hat sich der Lan­ge­berg von der Lieb­lings­idee des eins­ti­gen Stadt­forst­meis­ters zu einem moder­nen wis­sen­schaft­li­chen Zoo ent­wi­ckelt. Der Fokus liegt wie damals auf der Natur vor unse­rer Haus­türe. Schon viele Jahre erprobt ist auch die Zusam­men­ar­beit des tur­bine thea­ters mit der Stif­tung Wild­nis­park Zürich. Dass im Jubi­lä­ums­jahr eine spe­zi­elle Pro­duk­tion zum Grün­der­va­ter des Wild­gar­tens auf dem Lan­gen­berg gespielt wird, ist uns eine grosse Freude und Wert­schät­zung für 150 Jahre wert­vol­les Erbe.

Peter Her­zog, ehe­ma­li­ger Gemein­de­prä­si­dent Lang­nau am Albis
Carl Anton Lud­wig von Orelli war ein Visio­när. Er hat mit eig­nen Mit­teln etwas Aus­ser­or­dent­li­ches in Lang­nau am Albis geschaf­fen, das weit­herum als ein­zig­ar­tig aner­kannt wird. Wäh­rend sei­ner Wir­kens­zeit hat er auch aktiv am Leben in Lang­nau teil­ge­nom­men, als Mit­glied des Män­ner­chor oder der Rech­nungs­prü­fungs­kom­mis­sion der Gemeinde. Für die Lang­nauer Bevöl­ke­rung und das Sihl­tal ist der Tier­park im Lan­gen­berg ein Erho­lungs­raum von gröss­tem Wert sowie ein Anzie­hungs­punkt für die ganze Region. Das­selbe gilt für das tur­bine thea­ter, das in sei­ner Art eben­falls ein­zig­ar­tig ist. Die Sym­biose von Thea­ter und Tier­park ist ein guter Rah­men für das 150-Jahre-Jubi­läum und ehrt den eins­ti­gen Grün­der des Wild­gar­tens C.A.L von Orelli. Des­halb ver­dient die­ses Pro­jekt meine und Ihre Unter­stüt­zung.

Spiel­ort: Alte Bären­an­lage, Wild­park­strasse 21, Wild­nis­park Zürich Lan­gen­berg, 8135 Lang­nau am Albis
(beim Restau­rant Lan­gen­berg)
Pro­duk­tion: tur­bine thea­ter
Mög­li­che Ersatz­spiel­da­ten:
Mi., 5.6. | Mi., 12.6.

Hin­weis: Es gibt kei­nen Mit­tel­gang wie im Saal­plan dar­ge­stellt.

Details

Beginn:
18. Mai
Ende:
9. Juni
Veranstaltungskategorie:

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Gewal­tig, was da im alten Bären­gra­ben abgeht. Herr Peter Niklaus Stei­ner hat sehr gut recher­chiert und zeigt mit sei­nen Thea­ter­leu­ten eine gelun­gene und wit­zige Pro­duk­tion. Man erfährt alles über das Leben des Wild­nis­park­grün­ders. Vie­len Dank an das moti­vierte Team. Ange­fan­gen von der net­ten Dame an der Kasse, der char­man­ten Ein­gangs­kon­trolle, der gan­zen Crew auf und hin­ter der Bühne. Fan­tas­tisch die Licht­tech­nik. Unglaub­lich ele­gant tan­zen und sin­gen die Schau­spie­ler auf den Fel­sen herum. Am Schluss der Vor­stel­lung darf man sogar sel­ber auf den Fel­sen her­um­klet­tern. Bären­starke Grüsse.

  2. Sehr gelun­gene Auf­füh­rung. Die teils wort­wit­zi­gen Dia­loge sind in einer sehr gut insze­nier­ten Geschichte ein­ge­bet­tet. Die Kom­bi­na­tion zwi­schen­mensch­li­cher Kon­flikt­ge­schich­ten und gesun­ge­nen Back­ground Ein­la­gen in dem his­to­ri­schen Kon­text ist sehr gut gelun­gen und unter­halt­sam. Vie­len Dank an das gesamte Ensem­ble und die gute Ton und Licht­tech­nik.

  3. Meine Frau Mar­git und ich Jakob Graf freuen uns auf diese Vor­stel­lung

  4. Es ist schon lange her seit der letz­ten Auf­füh­rung im der alten Bären­an­lage. Ich freue mich auf die Orel­lis Odys­see.

  5. Wir freuen uns

  6. Supe­ridee wie­der ein­mal eine Auf­füh­rung in der Bären­an­lage

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